Volles Haus bei der Stuttgart21-Präsentation
von Joachim Seufferle (Kommentare: 0)
Die CDU Schorndorf hat zur Präsentation des Bahnprojekts »Stuttgart21« ins Schorndorfer Kesselhaus eingeladen. Der Saal war fast bis auf den letzten Platz besetzt. Diplom Ingenieur Manfred Poethke präsentierte das Bauvorhaben und beanwortete im Anschluss Fragen der Besucher.
Die Besucher der Veranstaltung der CDU Schorndorf wurden mit einem knapp vierminütigen Video auf das Thema des Abends eingestimmt. Begrüsst wurde Referent, Manfred Poethke, und die Besucher, vom Stadtverbandsvorsitzenden Ingo Sombrutzki.
Herr Poethke stellte als Mitarbeiter des Informationsbüros und mitverantwortlicher Projektleiter der Deutschen Bahn, das beschlossene Projekt vor. Nach einer kurzen persönlichen Vorstellung und Einblicke seine bisherigen Projekte, informierte er die zahlreichen Besucher über Hintergründe und die Fakten von »Stuttgart21«. Die Bauarbeiten haben im Februar offiziell begonnen. Im Bauvorhaben soll der bisherige Kopfbahnhof in der Stuttgarter Innenstadt bis 2019 in eine unterirdische Durchgangsstation umgewandelt werden. Ebenso sieht die Planung die Anbindung an die neue Schnellbahntrasse nach Ulm vor.
Mit Hilfe von verschiedenen Präsentationsfolien erklärte der Referent detailliert die geplanten Baumaßnahmen und Streckenführungen der zukünftigen Bahnanbindung, welche als »Das neue Herz Europas« betitelt wird. Ebenso stellte Herr Poethke die Planungen der dadurch neu gewonnenen Flächen vor.
Die Umgestaltung des Stuttgarter Bahnknotens sieht insgesamt 60 Kilometer neue Bahnstrecke vor. 30 Kilometer davon werden als Hochgeschwindigkeitsstrecke von Feuerbach zur Anbindung an die Neubaustrecke Wendlingen - Ulm ausgelegt. Runde 33 Kilometer der Bahnstrecken von Stuttgart21 verlaufen in Tunneln.
Der Fildertunnel vom Stuttgarter Hauptbahnhof zur Messe ist einer der wichtigsten Baumaßnahmen. Der rund 9,5 Kilometer lange Tunnel überwindet 150 Höhenmeter und sorgt für nur noch acht Minuten Reisezeit vom Hauptbahnhof zum neuen Dreh- und Angelpunkt »Flughafen/Messe«.
Der neue Stuttgarter Hauptbahnhof besteht künftig aus einem denkmalgeschützten Empfangsgebäude und einer modernen Verkehrsstation auf drei Ebenen. Der Bahnverkehr findet unter der Erde statt. Durch die charakteristischen Lichtaugen kommt das natürliche Tageslicht auf die Bahnsteige. Auf dem Dach der neuen Bahnstation entsteht der »Straßburger Platz«. Dort wo heute noch Züge verkehren, beleben zukünftig Cafés, Restaurants und Geschäfte die Szenerie. Von hier aus führen Ausgänge zum Turm, zur Königstraße und zu den neuen Stadtquartieren.
Auf der neuen Schnellfahrstrecke entlang der Autobahn A8 kann der Bahnverkehr fast durchgängig mit 250 km/h rollen. Dank mehrerer Tunnel sowie einer Brücke über das Filstal müssen die ICE-Züge künftig nicht mehr im »Schneckentempo« die Geislinger Steige überqueren. Von Stuttgart nach Ulm benötigt der Bahnreisende dann nur noch 28 Minuten; mit der Fahrzeithalbierung wächst Baden-Württemberg zusammen.
Im Anschluss an die knapp zweistündigen Veranstaltung wurden den interessierten Besuchern konkrete Fragen zum Thema beantwortet.
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