Zu Gast in der Hauptstadt
von Joachim Seufferle (Kommentare: 0)
Das Bundespresseamt bietet den Bundestagsabgeordneten jährlich die Möglichkeit, Reisegruppen nach Berlin einzuladen, um einen Eindruck von der politischen Arbeit in Berlin zu vermitteln.
Am frühen
Sonntagmorgen trafen sich deshalb 50 Personen, darunter Mitglieder der CDU
Schorndorf, am Stuttgarter Hauptbahnhof. Mit dem ICE fuhren sie in die
Hauptstadt, um dort an der viertägigen Veranstaltung teilzunehmen, die vom
Bundestagsabgeordneten, Dr. Joachim Pfeiffer, angeboten wurde.
Nach sechs
Stunden Zugfahrt ging es zum Mittagessen in ein »ostalgisches« Lokal, bevor für
die Besucher der erste Programmpunkt anstand: Besichtigung der Gedenkstätte
Hohenschönhausen. Auf dem Gelände befindet sich das frühere
Stasi-Untersuchungsgefängnis.
Bei der Führung über das Gelände durch einen ehemaligen Häftling, wurde sehr
anschaulich und einprägsam eine Vorstellung von den damals herrschenden
Verhältnissen und Methoden vermittelt. Er berichtete beispielsweise über
- stundenlange Fahrten durch Berlin bei der Einlieferung der Häftlinge, um die Lage der Haftanstalt in der Stadt zu verheimlichen
- unmenschlichen Haftbedingungen in den Kerkerzellen, dem sogenannten »U-Boot«, die täglich, bis in die sechziger Jahre täglich 24 Stunden mit elektrischem Licht beleuchtet wurden
- ampelartigen Anlagen in den Fluren, damit verhindert werden kann, dass sich die Häftlinge bei den Wegen zum Verhör gegenseitig begegnen und zu Gesicht bekommen
- die Vielzahl der Verhöre in den unzähligen Verhörzimmern.
Nach dem Beziehen der Hotelzimmer, und dem Abendessen in einem ehemaligen Pumpwerk, zog es die Fußballfans unter den Teilnehmern auf die Fanmeile auf der »Straße des 17. Juni«, um dort das WM-Endspiel, Spanien gegen Niederlande, auf der Großleinwand anzusehen.
Das Programm am
nächsten Vormittag startete mit einem Fototermin vor dem Bundeskanzleramt, dem
ein Treffen mit dem CDU-Bundestagsabgeordneten Dr. Joachim Pfeiffer folgte. Er
informierte die Reisegruppe zur aktuellen Lage, während er die Gruppe durch das
»Paul-Löbe-Haus« und das »Marie-Elisabeth-Lüders-Haus«
führte. Die beiden Abgeordnetenhäuser sind durch einen Tunnel unter der
Spree verbunden. Nachmittags besichtigten die Besucher den Plenarsaal. Dabei
erfuhren sie, dass der Deutsche Bundestag mit jährlich cirka 3 Mio. Besuchern,
das - weltweit mit Abstand - meist besuchte Parlament ist.
Der Dienstagmorgen führte bei einer Stadtrundfahrt über den Potsdamer Platz,
zum Bundeskanzleramt, vorbei an diversen Einrichtungen der politischen Arbeit
und zuletzt zur Vertretung des Landes Baden-Württemberg. Dort wurden die
Reisenden über die Arbeit und das Wirken der Landesvertretung informiert. Der
Besuch wurde mit einem Rundgang durch das Gebäude der Landesvertretung abgeschlossen.
Das Auswärtige Amt war das nächste Ziel der Gruppe. Hier war die Arbeit des
Amtes und der Diplomaten weltweit Thema der Referentin. Sie berichtete über
ihre 20 Jahre Erfahrung an verschiedensten Orten in allen möglichen Ländern,
und sprach eindrucksvoll über die Notwendigkeit, in den unterschiedlichen
Ländern dieser Erde, Flagge für die Bundesrepublik Deutschland zu zeigen, und
deren Interessen und Meinungen zu vertreten.
Daran anschließend stellte sich in der Bundesgeschäftsstelle der CDU, ein
Mitarbeiter den Fragen der Teilnehmer. Nach diesem ausgefüllten Tag in der
Hauptstadt, stand der Abend für die Teilnehmer zur freien Verfügung.
Am nächsten Tag bildete die Reisegruppe im ZDF-Hauptstadtstudio das Publikum des »Morgenmagazin«. Nach der Live-Sendung erhielten die Besucher einen Einblick in die Studiotechnik. Der letzte Termin vor der Abreise war der Besuch im Europäischen Haus, wo der Referent, aufbauend auf seinen Erfahrungen, über die Erfolge der europäischen Politik sprach.
Die Hauptstadtbesucher wurden mittags am Bahnhof verabschiedet und traten die Rückreise nach Stuttgart an. Während der Fahrt sprachen die Teilnehmer über die vielen Eindrücke, die sie in den letzten Tagen in Berlin gewonnen haben.
(Johannes Früh)































































































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